Risikobeurteilung nach Anforderungsvorlagen: Normenexperte und Konstrukteur erstellen Risikobeurteilung gemeinsam


"Die Qualität einer Risikobeurteilung hängt mittlerweile stark davon ab, wie gut der Ersteller sich in den aktuellen Normen und Grenzwerten auskennt – oder wie gut und aktuell seine Software ihn dabei unterstützt. Mangelnde Normenkenntnis kann so zu einer mangelhaften Risikobeurteilung führen.
Neben dem herkömmlichen Verfahren nach DIN EN ISO 12100 bietet die CE-Software DOCUFY Machine Safety deshalb auch die Möglichkeit, die Risikobeurteilung anhand von Anforderungsvorlagen zu erstellen. Durch die Vorarbeit eines Normenexperten kann sich der Konstrukteur dabei auf das Wesentliche konzentrieren und auf Basis einer Vorlage die Risikobeurteilung anfertigen – und das schon bei der Entwicklung der Maschine.

Bamberg, 22.08.2014 - Bei der Risikobeurteilung nach klassischem Vorgehen hängt die Qualität der Risikobeurteilung sehr stark von den Kenntnissen, Erfahrungen und nicht zuletzt dem Weiterbildungswillen des Anwenders im Normenwesen ab. So kann es passieren, dass manche Gefahren mangels Normenkenntnis nicht erkannt, veraltete oder falsche Maßnahmen festgelegt oder nicht mehr gültige Grenzwerte verwendet werden. Im schlimmsten Fall kann so viel Zeit und Arbeit in einer Risikobeurteilung stecken, die den aktuellen gesetzlichen Anforderungen gar nicht mehr gerecht wird.

DOCUFY, ein Softwarespezialist für die Erstellung Technischer Dokumentation und 0isierter Risikobeurteilungen, hat diese Problematik erkannt. In der aktuellen Version der Software DOCUFY Machine Safety wird nun neben der klassischen Methode nach DIN EN ISO 12100 auch die Erstellung der Risikobeurteilung nach Anforderungsvorlagen ermöglicht.

Das neue, normenorientierte Verfahren ermöglicht eine Arbeitsteilung zwischen Experten und Konstrukteuren: Am Anfang steht die Vorbereitung durch einen (evtl. externen) Experten. Er erstellt je Produktgruppe eine Normenliste und extrahiert die sicherheitstechnischen Anforderungen aus den Normen. Diese werden den Sicherheits- und Gesundheits-Schutzanforderungen nach Anhang I Maschinenrichtlinie zugeordnet. Mithilfe der Anforderungen erstellt der Experte eine Risikobeurteilungsvorlage, in der er die nicht zutreffenden Anforderungen eliminiert und Lösungsvorschläge für wiederkehrende Fragestellungen vorgibt.

Der Konstrukteur kann nun auf Basis dieser Vorlage die Risikobeurteilung erstellen. Er wird dabei Schritt-für-Schritt durch den Prozess der Risikobeurteilung geführt und durch die den einzelnen Baugruppen zugewiesenen normativen Anforderungen gelenkt. Hierbei reicht es meist schon aus zu bestätigen, dass die vorgeschlagene Lösung umgesetzt wurde. Durch dieses Vorgehen wird sichergestellt, dass nichts vergessen wird. Gleichzeitig spart der Konstrukteur die Zeit für ein aufwändiges Normenstudium. Das Ergebnis: Eine Risikobeurteilung, die den aktuellen Normen und Anforderungen gerecht wird und eine Maschine, bei der schon bei der Entwicklung auf größtmögliche Sicherheit geachtet wurde."

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